GSB 7.0 Standardlösung

BE-AWARE - Risikoeinschätzung von Schadstoffunfällen auf der Nordsee

Das Projekt BE-AWARE I lief über zwei Jahre (2012-2014) und hatte zum Ziel einen entscheidenden Beitrag zur Verhinderung von Meeresverschmutzungen zu leisten.

Mit dem BE-AWARE I Projekt, das vom Bonn Abkommen koordiniert wurde, ist es zum ersten Mal gelungen, die Risiken von Meeresverschmutzungen für die Nordsee dazustellen, die durch die Schifffahrt und durch die Offshoreindustrie entstehen.

Dabei wurden die potentiellen Risiken von Schiffskollisionen, Grundberührungen und Kollisionen mit Gas/Ölplattformen und Windenergieanlagen untersucht. Die Studie betrachtete auf der Basis von AIS-Daten das Unfallrisiko für das Jahr 2011. Diese Daten wurden mit einer Entwicklungsprognose für das Jahr 2020 kombiniert. Hierbei wurde das zu erwartende Wachstum in Bezug auf die Schiffsgrößen und die Anzahl der Schiffe einbezogen.
Die Risiko-Einschätzung beinhaltet auch potentielle Verschmutzungen von Offshoreeinrichtungen.

Einsatzkräfte der Nordseeanrainer trainieren den Ölunfall


Im nächsten Schritt der Studie wurde die Wahrscheinlichkeit von Ölverschmutzungen unterschiedlicher Größe für die Nordsee identifiziert. Hierzu wurden die zu erwartenden Ladungsgegebenheiten unterschiedlicher Schiffstypen mit den Unfallrisiken kombiniert. Die Ladungsgegebenheiten basieren auf den Ladungsdaten der wichtigsten Häfen in der Nordsee.
Durch diese Studien ist es zum ersten Mal möglich, sich ein klares Bild von den Unfallrisiken und der Wahrscheinlichkeit von Verschmutzungen in der Nordsee zu machen.
Das Projekt wurde finanziert von der Europäischen Union und kofinanziert von Norwegen und Belgien.

BE-AWARE II

Von Anfang 2014 bis Ende 2015 lief das Projekt BE-AWARE II, um die Auswirkungen von Verschmutzungen auf Umwelt und Wirtschaft der unterschiedlichen Regionen in der Nordsee zu untersuchen. Auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse sollten Risiken möglichst weit reduziert und Bekämpfungsstrategien für den Nordseeraum entwickelt werden.

An BE-AWARE II waren beteiligt:

  • Bonn Agreement Secretariat
  • Federal Public Service Public Health, Food Chain Safety and Environment / Belgien
  • Admiral Danish Fleet Headquarters / Dänemark
  • Centre d'études et d'expertise sur les risques, l'environnement, la mobilité et l'aménagement /Frankreich
  • Ministry for Infrastructure and Environment / Niederlande
  • Norwegian Coastal Administration / Norwegen
  • Swedish Coastguard / Schweden
  • Maritime Coastguard Agency / Großbritannien
  • Irish Coastguard / Irland (Kofinanzierer)
  • Havariekommando / Deutschland (Kofinanzierer)

Weiter Informationen zu BE-AWARE finden Sie hier.