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Archiv

Hier finden Sie archivierte Fotos und Texte aus den Rubriken "NEWS" und "Aktuelles".

8.7.2021 - Havariekommando trainierte im Bereich der Außenweser Ölbekämpfungsübung in der Nordsee mit acht Schiffen und Helikopter

Acht Spezialschiffe vom Bund und den Küstenländern sowie ein Helikopter der Bundespolizei trainierten gestern unter der Leitung des Havariekommandos die Ölbekämpfung in der Wesermündung. Laut Übungsszenario waren nach einer Kollision von zwei Frachtschiffen ca. 50 m³ Schweröl ausgetreten, welche durch das Ausbringen von Popcorn simuliert wurden und in den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer einzutreiben drohten.

1.7.2021 - Havariekommando und Land Mecklenburg-Vorpommern sorgen für Ölbekämpfung vor Verträge für Ölwehrschiffe VILM und FLUNDER

Heute unterzeichnete in Rostock Landesumweltminister Dr. Till Backhaus im Beisein des Leiters des Havariekommandos Hans-Werner Monsees zwei Verträge zur Bereederung bzw. Vorhaltung von Ölwehrschiffen.
In einem europaweiten Ausschreibungsverfahren erhielt die Baltic Taucherei- und Bergungsbetrieb Rostock GmbH den Zuschlag ihr Schiff FLUNDER als Ölaufnahmeschiff, für Geräte- und Materialtransport sowie für Ver- und Entsorgungsaufgaben im Küstenbereich und im Hafen der Stadt Rostock einzusetzen.
Die Bereederung des Ölfangschiffes VILM wurde ebenfalls europaweit neu ausgeschrieben und konnte an die Fairplay Towage Group vergeben werden.
Beide Vertragspartner verfügen über langjährige Erfahrung in der maritimen Notfallvorsorge.

7.6.2021 - Havariekommando und NLWKN leiten Projektierungsphase für Schiffsneubau Ausschreibung: Planung und Bau eines neuen Mehrzweckschiffes

Für die Schadstoffunfallbekämpfung und für Forschungs- und Gewässerüberwachungsaufgaben im niedersächsischen Küstenmeer soll ein Mehrzweckschiff gebaut werden.
Im Rahmen eines EU-weiten, offenen Vergabeverfahrens ist die Vor-, Entwurfs- und Ausführungsplanung eines Mehrzweckschiffes sowie die Durchführung der Bauaufsicht ausgeschrieben. Die Vergabeunterlagen können auf dem Vergabeportal des Landes Niedersachsen abgerufen werden.
Weitere Informationen finden Sie hier: Ausschreibung: Planung und Bau eines neuen Mehrzweckschiffes (PDF, 227KB, barrierearm)

2.6.2021 - Havariekommando trainiert mit vier Schiffen unter besonderen Bedingungen Ölbekämpfungsübung am Offshore Windpark Riffgat

Heute fand in der Nordsee etwa 15km nordwestlich von Borkum eine gemeinsame Ölbekämpfungsübung eines Windparkbetreibers und des Havariekommandos statt. Laut Übungsszenario meldete das Offshore Windpark Riffgat Marine Control Center (MCC) in den Morgenstunden eine bekämpfungsfähige Gewässerverunreinigung, welche in das Gebiet des Windparks einzutreiben drohe.
Das Ziel der Übung war es, die Einsatzfähigkeit von Schadstoffaufnahmegeräten wie Sweepingarmen und Ölsperren unter den besonderen Gegebenheiten eines Offshore Windparkes zu erproben. Ebenso wurde die intensive Kommunikation zwischen dem OSC und den eingesetzten Einheiten sowie dem MCC trainiert.

27.5.2021 - Bereichernde Zusammenarbeit mit Seemannsmission, Militärseelsorge und Kirchen 10 Jahre maritime Psychosoziale Notfallversorgung im Havariekommando

Gestern haben Mitglieder der Deutschen Seemannsmission e.V., der Evangelischen Militärseelsorge und der Kirchen mit dem Havariekommando das 10-jährige Jubiläum der maritimen Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) im Havariekommando in einer virtuellen Veranstaltung gefeiert. „Es ist eine große Freude, dass wir gemeinsam die maritime PSNV vor zehn Jahren initiieren und seitdem stetig weiterentwickeln konnten“, betont der Leiter des Havariekommandos Hans-Werner Monsees. „Die maritime PSNV ist ein wichtiger Teil unseres Krisenmanagements.“
Seit rund 10 Jahren kümmert sich das Havariekommando um die Organisation und Koordination der PSNV für Betroffene und Einsatzkräfte bei maritimen Schadenslagen.

20.5.2021 - Offshore-Notfall-Reaktions-Teams trainierten den Ernstfall in Bayern Alpin trifft Maritim

Ihre Fähigkeiten werden bei komplexen Rettungssituationen im Offshore-Bereich gebraucht. Das Spezialgebiet der beiden sogenannten Offshore-Notfall-Reaktions-Teams (ONRT) aus Cuxhaven und Kiel ist die seilgestützte individualmedizinische Rettung von verunfallten Patienten. Sie gewährleisten auch in schwierigsten Einsatzsituationen  eine möglichst schonende und patientengerechte Rettung und Verbringung vom Unfallort zum Krankenhaus. Das ist immer sehr zeitkritisch, so dass hier als  Transportmittel, in der Regel ein Helikopter zum Einsatz kommt. Die Teams bestehen aus jeweils sechs Spezialisten, welche in eine medizinische (Notärzte) und eine technische Komponente (Höhenretter) aufgeteilt sind.

Für das Trainieren des Ernstfalles war eine 12 stündige Busfahrt von der Elbmündung bis ins bayerische Bergland erforderlich. Dort, im Ort Bad Tölz, verfügt die bayerische Bergwacht über eine international einmalige Helikoptersimulationsanlage, um Winchmanöver effektiv unter realistischen Bedingungen, wie Wind, Wetter, Nachtzeiten und Lärm- und Fluggeräusche, trainieren zu können. In einer speziellen Kältekammer werden zusätzlich extreme Offshore- Einsatzbedingungen simuliert.

Auch die seilgestützte Brandbekämpfung auf See wird hier vom Havariekommando trainiert. Der fachliche Austausch mit der Bergwacht und vielen anderen dort trainierenden Spezialeinheiten ist eine weitere wertvolle Synergie.

Die Qualität der Ausbildung kennt auch der bayerische Staatsminister Joachim Herrmann. Ein spontaner Besuch des Ministers erfreute die Teilnehmer des Lehrganges.

Für das Abbilden eines Offshore- Szenarios waren zusätzlich mehrere Mitarbeiter des Havariekommandos unterstützend tätig. Sie simulierten das Maritime Lagezentrum, den On Scene Coordinator (OSC) und auch mal einen ausländischen Kapitän, welcher nur in gebrochenem Englisch kommunizieren konnte.

Am Ende zählte das „Wir“ Gefühl – jedes Teammitglied konnte sich auf den Anderen absolut verlassen. Ein erfolgreicher Lehrgang, welcher unter strengen Hygienevorschriften trotz Pandemie-Bedingungen durchgeführt werden konnte und jedem Einzelnen die Gewissheit gibt, auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Die jahrelange intensive Zusammenarbeit zwischen der bayerischen Bergwacht im Zentrum für Sicherheit und Ausbildung und dem Havariekommando ist maßgeblich für die Qualifizierung der Offshore-Notfall-Reaktions-Teams.    

14.4.2021 - Havariekommando trainiert mit acht Schiffen für den Ernstfall Ölbekämpfungsübung in der Deutschen Bucht

Nach einer Kollision von zwei Schiffen ist in den frühen Morgenstunden ein Containerschiff gesunken, so lautet das Szenario der heutigen Ölbekämpfungsübung unter der Leitung des Havariekommandos.

An der Übung beteiligt waren die Mehrzweckschiffe NEUWERK und MELLUM, der Bagger NORDSEE, die Ölbekämpfungsschiffe LEYSAND, LUNEPLATE, EVERSAND und KNECHTSAND sowie das Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiff WEGA. Die Aufgabe der Spezialschiffe war es, das Übungsgebiet in verschiedenen Formationen zu durchfahren, um den laut Szenario ausgetretenen Treibstoff von der Wasseroberfläche aufzunehmen.

4.3.2021 - Havariekommando veröffentlicht Jahresbericht 2020 Komplexe Schadenslagen, Höhenrettungstraining, Notschleppen, neue Ölerkennungssysteme

Das Havariekommando veröffentlicht erstmalig einen Jahresbericht und gibt damit einen Überblick über sein Aufgabenspektrum und die in 2020 bewältigten Einsatzlagen. Im vergangenen Jahr war es pandemiebedingt nicht möglich, wie sonst üblich in größeren Runden direkte Gespräche mit Partnern zu führen, Besuchergruppen im Havariekommando zu empfangen und Medientermine anzubieten. Auch deshalb hat das Havariekommando diesen Weg gewählt, um seinen Auftrag transparent zu machen.

Die Vielfältigkeit der Aufgaben, die das Havariekommando bearbeitet, wird in dem Jahresbericht deutlich: Angefangen bei Psychosozialer Notfallversorgung an Bord von Schiffen über Notschleppübungen und neue Ölerkennungssysteme bis zur Ausstattung des Hubschraubers für Maritime Notfallvorsorge finden Lesende praxisnahe Beiträge sowie ein Interview mit einem On Scene Coordinator in der Komplexen Schadenslage SANTORINI.

Der Bericht ist in digitaler Form als Download (siehe unten) und auf Anfrage in gedruckter Form unentgeltlich verfügbar.

Das Havariekommando handelt im Auftrag des Bundes und der fünf norddeutschen Bundesländer (Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein). Im Falle einer komplexen Schadenslage auf See übernimmt es die Gesamteinsatzleitung und nutzt dafür die Einsatzmittel des Bundes und der fünf norddeutschen Bundesländer.

Den Download zum Jahresbericht 2020 finden Sie hier:
Jahresbericht 2020 (PDF, 1MB, barrierearm)

9.2.2021 - Havariekommando beendet Gesamteinsatzleitung Schleppverbindung sicher an Bergungsschlepper übergeben

Heute Morgen zwischen 8:00 Uhr und 9:00 Uhr ist es gelungen, die Schleppverbindung zur PEAK BILBAO von dem Notschlepper NORDIC an den Schlepper BUGSIER 10 zu übergeben. Der Schleppverband war um Mitternacht im windberuhigten Bereich westlich von Helgoland eingetroffen. Die Übergabe der Schleppverbindung erfolgte reibungslos.
Nun läuft der Schleppverband mit der BUGSIER 10 und der PEAK BILBAO in den Hafen nach Wilhelmshaven.