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HAVARIEKOMMANDO


CENTRAL COMMAND FOR MARITIME EMERGENCIES

Inhalt: Havariekommando

Gemeinsame Einrichtung des Bundes und der Küstenländer

Das Havariekommando ist eine gemeinsame Einrichtung des Bundes und der Küstenländer. Es hat am 1. Januar 2003 seinen Dienst aufgenommen und gewährleistet ein gemeinsames Unfallmanagement auf Nord- und Ostsee. Das Havariekommando bündelt die Verantwortung für die Planung, Vorbereitung, Übung und Durchführung von Maßnahmen zur Verletztenversorgung, zur Schadstoffunfallbekämpfung, zur Brandbekämpfung, zur Hilfeleistung und zur Gefahrenabwehr bezogenen Bergung bei komplexen Schadenslagen auf See sowie einer strukturierten Öffentlichkeitsarbeit.

Organisationsstruktur des Havariekommandos
Aktenplan Havariekommando

Das Havariekommando ist im Alltagsbetrieb ein Kompetenzzentrum mit zur Zeit fast 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Das Maritime Lagezentrum (MLZ), ist im 24-Stunden Dienstbetrieb mit erfahrenen Nautikern besetzt. Im Maritimen Lagezentrum wird ständig ein aktuelles, maritimes Lagebild vom deutschen Hoheitsgebiet in Nord- und Ostsee erstellt, wobei auch Mitteilungen der Nord- und Ostseeanrainerstaaten einfließen. Dabei werden alle Informationen über Umstände, die für die Bekämpfung einer komplexen Schadenslage erheblich sein können, gesammelt, aufbereitet, bewertet und gesteuert, erforderlichenfalls Alarmierungen ausgelöst und Sofortmaßnahmen eingeleitet.
In den Fachbereichen Schadstoffunfallbekämpfung See und Küste, Brandbekämpfung & Verletztenversorgung werden die jeweils möglichen Teilaspekte einer Havarie konzeptionell bearbeitet und für den Einsatzfall Taktiken und Vorgehensweisen erstellt. Die Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist für die Aussendarstellung des Havariekommandos und für die Koordinierung der Öffentlichkeitsarbeit während einer komplexen Schadenslage zuständig.

Organisationsstruktur des Havariestabes

Die Alltagsorganisation (Kompetenzzentrum) und die Einsatzorganisation (Havariestab) des Havariekommandos

Bei komplexen Schadenslagen wird ein Havariestab einberufen, der das einheitliche und koordinierte Vorgehen aller Einsatzkräfte des Bundes und der Küstenländer ermöglicht. In der Einsatzorganisation besetzen die Mitarbeiter des Kompetenzzentrums den Havariestab. Dieser ist in vier Stabsbereiche (Personal/Innerer Dienst, Lage, Einsatz, Pressearbeit) mit entsprechenden Aufgabenzuweisungen gegliedert. Der Leiter des Havariekommandos übernimmt als Gesamteinsatzleiter auch die Leitung des Havariestabes.

Mit dem Havariestab wird die unmittelbare, zielgerichtete und umfassende Bekämpfung der Auswirkungen und Folgewirkungen von maritimen Schadensereignissen unter einer einheitlichen und strukturierten Führung sichergestellt. Das Havariekommando bedient sich dabei aller auf See und im Küstenbereich zuständigen Behörden und sonstiger Einrichtungen des Bundes und der Länder.