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Inhalt: BRISK

- Part-financed by the European Union
- (European Regional Development Fund)
BRISK - Schadstoffunfall-Risiken der Nachbarregionen in der Ostsee
Die Ostsee gehört zu den verkehrsreichsten Gebieten der Welt, mehr als 15% der weltweiten Schiffsfracht werden hier transportiert.
Sowohl die Anzahl als auch die Größe der Schiffe sind in den letzen Jahren angestiegen, das gilt besonders für Öl-Tanker. Experten erwarten,
dass dieser Trend anhält.Die engen Verkehrswege und die flachen Gewässer, die für längere Zeit im Winter mir Eis bedeckt sind, stellen für
die Schifffahrt eine Herausforderung dar und erhöhen das Unfallrisiko.
Deutschland verfügt ebenso wie einige andere Ostsee-Anrainerstaaten bereits über beachtliche Mittel, um einen Schadstoffunfall zu bekämpfen. Darüberhinaus hat Deutschland mit seinen Nachbarstaaten bereits bi- und trilaterale Abkommen zur Schadstoffunfallbekämpfung geschlossen. (DENGERNETH, SWEDENGER)
Gemeinsame, internationale Arbeitsabläufe zur Schadstoffbekämpfung sind im Rahmen der Helsinki Commission (HELCOM) etabliert.
Dennoch sind sich alle betroffenen Staaten einig, dass die Zusammenarbeit noch weiter verstärkt werden soll.
Das strategische Projekt “Sub-regional risk of spill of oil and hazardous substances in the Baltic Sea (BRISK)“ wurde von den Ostsee-Anrainerstaatenunter dem Dach von HELCOM gestartet, um dem gestiegen Risiko von Schadstoffunfällen in der Ostssee zu begegnen.
BRISK will wesentlich dazu beitragen, dass alle Ostseeanrainer angemessen auf einen großen Schadstoffunfallreagieren können.
Das Projekt dient dazu, die Bestimmungen des HELCOM Baltic Sea Action Plan 2007-2013 in die Tat umzusetzen, die von allen Ostseeanrainerstaaten und der Europäischen Kommission gebilligt wurden. Damit sollen schrittweise die Forderungen der HELCOM Empfehlung 28E/12 zur Stärkung der nachbarschaftlichen Zusammenarbeit in der Schadstoffunfallbekämpfung erfüllt werden.
BRISK läuft drei Jahre und wird mitfinanziert von der Europäischen Union im Rahmen des Baltic Sea Region Programme (BSRP) 2007-2013. Das Budget beläuft sich auf 3,3 Millionen Euro, rund 2,5 Millionen Euro davon werden vom Europäischen Fond für regionale Entwicklung bereitgestellt. BRISK wurde aufgrund seiner Wichtigkeit für die nachhaltige Entwicklung in der Ostsee-Region als eines der strategischen Projekte des BSRP ausgewählt.
Das Gebiet umfasst das gesamte Ostsee-Gebiet, aufgeteilt in sechs Nachbarregionen.
BRISK- Aktivitäten
HELCOM hat einen dreistufigen Ansatz festgelegt, um Schadstoffunfälle auf See zu bekämpfen: Kleine Verschmutzungenwerden vom jeweiligen Land bewältigt, mittlere erfordern die Hilfe von einigen Nachbarstaaten. Die größten Verschmutzungen werden von allen Küstenstaaten gemeinsam bekämpft, falls notwendig auch mit Unterstützung von außen. BRISK konzentriert sich auf Stufe-2-Unfälle, die auf der Ebene der nachbarschaftlichen Zusammenarbeit bewältigt werden.
Zunächst soll - auf der Grundlage einer gemeinsamen, flächendeckenden Analyse - überprüft werden, ob die bestehenden Kapazitäten zur Schadstoffunfallbekämpfung in den jeweiligen Nachbarregionen in der Ostsee ausreichen, um kleinere und mittlere Verschmutzungen zu bewältigen
Mit Hilfe dieser Risikoeinschätzung wird das Projekt fehlende Bekämpfungskapazitäten ermitteln und in Projektstudien vorbereiten, wie die Ostseeanrainerstaaten gemeinsam die ermittelten Lücken füllen können.
Der Ansatz der Nachbarregionen Bekämpfungskapazitäten auszubauen, der bei BRISK angewendet wird, ist der kostengünstigste: Nachbarstaaten können ihre Einsatzmittel „teilen“, in dem sie einen Pool aus angemessenen Bekämpfungsschiffen und – geräten für die jeweilige Nachbarregion bilden.
Darüber hinaus wird das Projekt die Entwicklung und den Abschluss von Abkommen in den Nachbarregionen zur gemeinsamen Schadstoffunfallbekämpfung erleichtern und beschleunigen.
Durch diese Aktivitäten wird das Projekt zur wesentlich zur Einwicklung eines angemessenen Vorsorgeniveaus im Gebiet der gesamten Ostsee beitragen.
BRISK – Partner
- Admiral Danish Fleet HQ – Federführender Partner
- Swedish Coast Guard HQ
- Finnish Environment Institute
- Estonian Board of Border Guard
- State Environmental Service, Marine and Inland Waters Administration in Latvia
- CNIIMF in the Russian Federation
- Central Command for Maritime Emergencies in Germany, Havariekommando
- Lithuanian Maritime Safety Administration (partner to be changed to the Navy due to administrative re-organization in Lithuania)
- Maritime Institute in Poland
- Gdynia Maritime Office in Poland
- HELCOM Secretariat





