Inhalt: Havariekommando Aktuell
04.05.2012 - Kollision im Travemünder Hafen
Havariekommando gibt Gesamteinsatzleitung ab
Die Lage nach der Kollision der Fähre "Nils Holgersson" mit der Fähre "Urd" ist inzwischen soweit stabil, dass keine Gefahr für die "Urd" und die Umwelt besteht. Deshalb hat das Havariekommando am 4. Mai 2012, um 11.15 Uhr die Gesamteinsatzleitung an das Hafen- und Seemannsamt Lübeck abgegeben. Gestern am frühen Abend waren die Ro-Ro-Fähre "Urd" (L:170m, B:20m, Flagge: Dänemark) und das Passagierschiff "Nils Holgersson" (L:189m, B:28m, Flagge: Deutschland) am Skandinavienkai in Travemünde kollidiert. Menschen kamen nicht zu Schaden. Bei der Kollision wurde auf der Backbordseite mittschiffs ein 3x3 m großes Loch in die Bordwand der "Urd" gerissen. Die "Nils Holgersson" trug Schäden am Wulstbug davon. Menschen kamen nicht zu Schaden, eine Umweltverschmutzung gab es nicht.
zur Bildergalerie - Quelle der Bilder: Feuerwehr Lübeck
23.4.2012 - Scandlines und Havariekommando realisieren internationale Notschleppübung
Schwedische und deutsche Schiffe üben den Ernstfall vor Rostock
„Tug is connected, we start towing“, meldet der Kapitän des schwedischen Mehrzweckschiff „Poseidon“ über Funk. Zusammen mit den deutschen Notschleppern „Fairplay 25“ und „Baltic“ sowie dem Mehrzweckschiff „Arkona“ übte heute die schwedische Küstenwache mit den Schiffen „Poseidon“ und „Triton“ das Notschleppen einer manövrierunfähigen Frachtfähre. Unter der Leitung des Havariekommandos nahmen die Schiffe die RoPax-Fähre „Mecklenburg Vorpommern" auf der Rostocker Reede an den Haken.
Während die „Triton“, „Poseidon“ und die „Baltic“ die „Mecklenburg Vorpommern“ jeweils alleine schleppten, hatten die „Arkona“ und „Fairplay 25“ die Aufgabe, den Havaristen gemeinsam zu schleppen.„Die Kommunikation, die Schleppverbindung alles hat reibungslos geklappt. Wir sind sehr zufrieden“, kommentiert der Einsatzleiter vor Ort (OSC) des Havariekommandos, Michael Akkermann, den Übungsverlauf und das Ergebnis.
Das Havariekommando führt zu Trainings- und Erprobungszwecken vor den deutschen Küsten regelmäßig Notschleppübungen mit den verschiedensten Schiffstypen (Tanker, Containerschiff, Autotransporter usw.) durch. Häufig stellen Reedereien ihre Schiffe dem Havariekommando kostenlos zur Verfügung. In den Notschleppübungen sehen sie eine sinnvolle Ergänzung zum routinemäßigen Notfalltraining an Bord. Grundsätzlich ist das Havariekommando immer gerne bereit, solche Angebote von Reedereien zu prüfen.
27.2.2012 - Havariekommando gibt Gesamteinsatzleitung ab
Paraffinanlandungen Fischland-Darß-Hiddensee
Während der vergangenen Tage wurde an den betroffenen Küstenabschnitten nur sehr vereinzelt Paraffin angelandet.
Insgesamt haben Einsatzkräfte insgesamt 12 m³ Paraffin-Sand-Gemisch zusammengetragen. Das Havariekommando hat die Gesamteinsatzleitung abgegeben.
Die ersten Paraffinproben wurden inzwischen vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) analysiert. Dabei hat sich herausgestellt, dass das auf dem Darß angelandete Paraffin mit den Paraffinklumpen identisch ist, die einige Tage zuvor auf Fehmarn gefunden worden waren.
Anfang der Woche waren auf einer Länge von ca. 25 Kilometer zwischen Rosenort und der Nord-Ost- Grenze Darßer-Ort Paraffinklumpen gefunden worden. Es handelte sich um einzelne Anlandungen auf einer Breite von ca. 12 m. Die Paraffinklumpen haben einen Durchmesser bis zu 25 cm. Auch auf Hiddensee waren Paraffinklumpen entdeckt worden. Das Havariekommando hatte am vergangenen Dienstag auf Ersuchen des Landes Mecklenburg-Vorpommern die Gesamteinsatzleitung übernommen.
15.2.2012 - SAFESEANET und Notliegeplätze
Europäische Schiffssicherheitsagentur (EMSA) prüft Havariekommando
Zwei Tage lang haben Experten der Europäischen Schiffssicherheitsagentur EMSA die Arbeit des Havariekommandos überprüft. Dabei wurde untersucht, in wie weit die Bundesrepublik Deutschland die EU-Direktiven über die Einrichtung eines gemeinschaftlichen Überwachungs- und Informationssystems für den Schiffsverkehr SAFESEANET und über die Zuweisung von Notliegeplätzen umgesetzt hat. Während für die rechtliche Umsetzung die Bundesregierung verantwortlich ist, ist das Havariekommando neben anderen Behörden für die praktische Realisierung zuständig.
Ein Ergebnis der Untersuchung haben die Experten nicht bekannt gegeben. Sollte es Beanstandungen geben, mit denen das Havariekommando allerdings nicht rechnet, würde sich die EU-Kommission zunächst an die Bundesregierung wenden und Nachbesserung verlangen. Der EMSA Experte, Kim Nielsen, sagte: „Unsere Anwesenheit sollte mehr als ein Besuch, als eine Prüfung verstanden werden. Wir geben vielmehr Hinweise wie andere EU-Staaten die Direktiven in die Praxis umsetzen.“
Die EMSA-Experten besuchen alle EU-Küstenstaaten. Deutschland war das vorletzte Land, der letzte Besuch gilt Irland.







